Bohrungen entlang der Trasse gehen weiter

Bis zu 30m Tiefe wird z.Zt. auf dem Gelände der geplanten Nordostumgehung gebohrt.

Nicht immer eignet sich das für die Nordostumgehung vorgesehene Gelände für die geplanten Bauwerke. Sorgfältige Untersuchungen der Bodenbeschaffenheit sind notwendig um z.B. die Tragfähigkeit des Bodens für Brücken zu erkunden oder auch die Grundwasserverhältnisse zu klären.

Lesen Sie dazu den Artikel in der TZ .

Usingen braucht ein Konzept zur Belebung der Innenstadt

In zwei Zeitungsartikeln der Lokalpresse analysiert der Vorsitzende des Gewerbevereins Ralf Müller die Fehler der Vergangenheit und fordert die bisher vermisste Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Gewerbe.

Besonders bemängelt Ralf Müller die Vernachlässigung der Stadtentwicklung mit dem Hinweis auf den baldigen Bau der Nordostumgehung, womit nach Aussage der Stadtoberen angeblich alle Probleme gelöst würden.

Lesen Sie hierzu „Usingen braucht ein Konzept“ und „Usinger Gewerbeverein analysiert Fehler“.

Hessen Mobil braucht Zeit

Anders als von Usinger Politikern immer wieder angekündigt steht die Nordostumgehung nicht kurz vor dem Baubeginn

In ihrem Zeitungsartikel „Hessen Mobil prüft Einwände“ schreibt die TZ eigentlich nichts Neues. Anders als bei den Aussagen der Usinger Politiker in der Vergangenheit wird in dem Artikel jedoch ein realistisches Bild gezeichnet. Man ist vorsichtig geworden mit den Prognosen, zumal die Planung einige Unwägbarkeiten beinhaltet. Diese treten dank der Einwände der Bürger, aber auch der Stellungnahmen der „Träger Öffentlicher Belange“, in den Vordergrund und werden das Planfeststellungsverfahren erheblich verzögern. Übrigens werden die von Hessen Mobil weiterhin genannten Baukosten von 48 Mio € nicht erst durch zukünftige Preissteigerungen übertroffen. Schon heute schätzen Experten die Baukosten auf ca. 100 Mio € plus zukünftige Preissteigerungen.

Informationen vom Regierungspräsidium

„Was gibt es Neues von der Nordostumgehung?“. Diese Frage bekommen wir immer wieder gestellt.

IZEDUL hat in der KW 44 mit dem Regierungspräsidium gesprochen und unsere Fragen wurden wie folgt beantwortet:

IZEDUL: Viele Bürger fragen, warum sie für Ihre Einwendungsschreiben keine Eingangsbestätigungen bekommen haben.

RP: Das ist nicht vorgesehen. Jeder Absender bekommt aber von HessenMobil eine detaillierte Antwort auf seine Einwendung. Das wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

IZEDUL: Können Sie uns sagen, wieviele Einwendungen eingereicht wurden?

RP: Ja, es sind zusammen mit den Einwänden und Stellungnahmen der Verbände und der „Träger Öffentlicher Belange“ mehr als  250 Einwendungen.

IZEDUL: Unsere Stadtoberen haben davon gesprochen, dass nach Ablauf der Einwendungsfrist der Erörterungstermin noch in diesem Jahr stattfinden soll. Können Sie das bestätigen?

RP: Nein. Wir haben von HessenMobil noch keine Rückmeldung bekommen. Erst wenn HessenMobil alle Einwendungen bearbeitet und beantwortet hat, werden wir nach einer Vorbereitungszeit den Erörterungstermin anberaumen. Auf keinen Fall wird dies noch in diesem Jahr geschehen.

Probebohrungen entlang der NOU-Trasse

Schon seit geraumer Zeit sind Teams im Auftrag der Hessischen Landgesellschaft mbH mit Probebohrungen entlang der Trasse beschäftigt.

Siehe dazu den Presseartikel in unserem Pressespiegel.

Danach sind die Bohrungen bis zu 30 m tief. Die gründliche Untersuchung des Bodens z.B. an den Weingärten ist besonders wichtig, nachdem die Anlieger ein Beweissicherungsverfahren gefordert haben. Grund ist ihre Sorge, dass die Drainage der wasserführenden Schichten an dem bis zu 18,5 m tiefen Graben Bodensetzungen und damit Schäden an den Wohngebäuden in unmittelbarer Nähe hervorrufen würde.

Einen Plan Usingens mit allen Bohrstellen finden Sie hier. Beim Vergrößern der Karte erkennt man die Orte der Probebohrungen an den roten Punkten.

Fledermausbrücken über die Umgehung

Über die Nordostumgehung sind an mehreren Stellen Leiteinrichtungen für Fledermäuse vorgesehen.

Das sind in der Regel bis zu 4m hohe Wände oder Zäune entlang der Trasse, ergänzt mit Sichtblenden an den Seiten von Brückenbauwerken. Wo immer Fledermäuse in ihren Jagdrevieren Straßenneubauten kreuzen, müssen diese Fledermausleiteinrichtungen die Tiere vor Kollisionen mit KFZ schützen. Das ist Europäisches Gesetz und nicht zu umgehen. Da bisher wenige solcher Schutzeinrichtungen verwirklicht wurden, haben die meisten Usinger keine Vorstellung von diesen Bauwerken. Das Bild zeigt ein Beispiel, wie die Überquerung der Umgehung über die Hattsteiner Allee aussehen könnte.

Infotafeln durch Vandalen zerstört

IZEDUL erstattet Anzeige gegen Unbekannt.

Schon zum vierten Mal wurden Infotafeln der Interessengemeinschaft mutwillig zerstört. Immer sind die Tafeln am Eschbacher Weg oder auch am Wernborner Weg betroffen. Andere Tafeln in der Stadt sind dagegen unversehrt. IZEDUL vermutet daher einen und denselben Täter am Werk, der wahrscheinlich mit der Kraft eines Bau- oder Landfahrzeuges die Verankerungen der Tafeln aus dem Boden riss. IZEDUL hat nun Anzeige erstattet.

Für sachdienliche Hinweise hat IZEDUL 200€ ausgelobt.

Landwirte lehnen Nordostumgehung ab

Die Usinger Ortslandwirtin äußert sich klar gegen die geplante Trasse der Nordostumgehung

Miriam Preiß wendet sich als Ortslandwirtin im Namen der Usinger Landwirte gegen den Verbrauch und die Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen. Damit wendet sie sich auch gegen die Planung der Nordostumgehung und schlägt als Alternative die kleine Lösung vor,  die IZEDUL schon seit 1984 fordert. Lesen Sie selbst: „Die Landwirtschaft respektieren“.

Zeitungs-Interview zum Thema
Nord-Ost-Umgehung

Der Usinger Anzeiger veröffentlichte am 05.07. sein Sommerinterview zum Thema Nordostumgehung.

Alexander
D. Jackson

Norbert
Gerhardt

Norbert  Gerhardt von der IZEDUL und der Stadtverordnete und CDU-Politiker Alexander D. Jackson gaben Antworten auf fünf Fragen zum Thema Nordostumgehung. Doch lesen Sie selbst: Eingriff contra Entlastung

4,5 ha Wald sollen für die Nordostumgehung gerodet werden

Die Planung für die Nordostumgehung sieht am Knotenpunkt Süd im „Wehrheimer Wald“ die Rodung von 45.000 qm Wald vor.

Das nebenstehende Bild zeigt sehr anschaulich die Funktion und den Wert eines Hektars Wald für Wirtschaft, Natur und Erholung. Der leichtfertige Umgang mit diesen Werten ist nicht mehr zeitgemäß, das Opfer für die geringfügige Entlastung der Usinger Innenstadt ist zu groß.