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Usinger Politiker sagen die Unwahrheit,
IZEDUL deckt auf

Usinger Politiker verschleiern den wahren Stand des Planfeststellungsverfahrens.

In den letzten Tagen gab es in der Lokalpresse Artikel, in denen der Bürgermeister, Herr Brähler von der FDP und Herr Hahn von der SPD fast gleichlautende Texte zum Stand des Planfeststellungsverfahrens der Nordostumgehung veröffentlichten. Darin heißt es, Hessen Mobil habe die Beantwortung der Einwendungen abgeschlossen und auch die Gutachten seien fertiggestellt und schon an das Regierungspräsidium weitergeleitet worden. Eine Präsentation sei bald zu erwarten.

Wie wir kurz vorher aus dem Regierungspräsidium und von Hessen Mobil erfuhren, stimmt nichts von alledem. In zwei Leserbriefen haben wir dementiert und inzwischen hat auch der Usinger Anzeiger recherchiert und alle unsere Erkenntnisse bestätigt. Die Meldungen von Bürgermeister und Magistrat entstammen wohl eher dem Wunschdenken der Parteien in Zeiten des Wahlkampfs.

Lesen Sie unsere zwei Leserbriefe und den Artikel im Usinger Anzeiger: Leserbrief KW6, Artikel im Usinger Anzeiger aus der KW7, Leserbrief Toter Gaul

Ein Kommentar zu “Usinger Politiker sagen die Unwahrheit,
IZEDUL deckt auf

  1. Schwarz-weiss-Denken führt bei dieser die Usinger Stadtpolitik nunmehr seit fast einem halben Jahrhundert beschäftigenden Frage nicht weiter. Die nahezu kategorische Weigerung, sich ernsthaft und sachorientiert mit der echten Alternativen zu einer Nordostumgehung (NOU) zu befassen, ist m.E. ein folgenschweres Versäumnis. Die jüngsten Versuche, die Variante „Alternative im Süd-Westen“ einfach tot zu schweigen oder nach Gutsherrenart mit fadenscheinigen Argumenten aus dem Weg zu räumen, erscheint mir geradezu sträflich, nicht zuletzt auch angesichts der übergeordneten Bedeutung für die Lösung zahlreicher innerstädtischer Probleme. Unumstritten ist: Usingen braucht für den Erhalt einer attraktiven, lebenswerten Innenstadt eine pragmatische Lösung – und zwar so schnell wie möglich, nicht irgendwann!

    Ich selbst – seit 40 Jahren Usinger Bürger – habe mich aufgrund meiner beruflichen Verbindungen Anfang der 80er Jahre bei dem für den Bundesverkehrswegeplan zuständigen Abteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium für eine Aufnahme der NOU in den ‚vordringlichen Bedarf‘ ohne wenn und aber eingesetzt und das, obwohl ich als Bewohner der Weingärten zu den „Leidtragenden“ zähle. Allerdings gab es seinerzeit auch noch keine Alternative, sondern nur ein Ja oder Nein. Das hat sich spätestens mit der neu aufgekommenen Variante im Süd-Westen grundlegend geändert. Hier erwarte ich von allen Parteien, die sich für das Wohl eines lebenswerten Usingens verantwortlich fühlen, dass sie sich für eine ehrliche und polemikfreie Diskussion des ‚Für und Wider‘ öffnen. Dazu gehört auch, dass dieser Dialog umgehend mit den zuständigen Planungsstellen des Landes Hessen geführt wird.

    Es wäre fatal, wenn wir nochmal Jahrzehnte verlieren, ohne dass etwas passiert und unsere Kinder und Enkelkinder am Ende konstatieren müssten: „Ein Spatz in der Hand wäre auf jeden Fall besser gewesen als eine tote Taube auf dem Dach“.

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