18,5 m tiefer Graben an den Weingärten

Die Planung der Nordostumgehung sieht einen bis zu 18,5 m tiefen Graben am Wohngebiet „Weingärten“ vor.

Nur wenige Meter von den Weingärten entfernt soll die Trasse der Nordostumgehung in einem bis zu 18,5 m tiefen und ca. 90 m breiten  Graben verlaufen. Das Bild zeigt die Böschung eines ähnlichen Bauwerks. Oben kann man sich die Bäume in der Kurve des Schlappmühler Pfad vorstellen, hinter denen die Wohnhäuser stehen. Die Brücke würde außerdem mit Fledermausleiteinrichtungen verziert, das sind Zäune und Sichtschutzblenden entlang des Grabens und auf der Brücke.

Bürgerversammlung mit HessenMobil

Zum 11. 6. 2018 lud Herr Liese zur Vorstellung der Nord-Ost-Umgehung durch HessenMobil

Der Artikel in der Taunuszeitung mit dem Titel „Zuhören ja, mitreden nein“ beschreibt recht gut den Abend. Unerfreulich war die Art und Weise wie Herr Liese die Versammlung leitete und dabei auch vor diskriminierenden Äußerungen gegenüber Rednern aus der Zuhörerschar nicht zurück schreckte.  200 Interessierte waren gekommen, soviel hatte Herr Liese wohl nicht erwartet. Der Termin war lediglich bei den öffentlichen Bekanntmachungen im Usinger Anzeiger publiziert. Erst durch die Öffentlichkeitsarbeit der IZEDUL wurden die Teilnehmer informiert. HessenMobil gab eine professionelle Präsentation über die „Vorteile“ der NOU. Bei Detailfragen mussten die Planer aus Wiesbaden aber oft passen und verwiesen auf die Möglichkeit der Einwendung, deren Frist am 25. Juni abläuft.

Bürgerversammlung zum Verkehrsgutachten

Kritische Fragen wurden nicht gestellt.

Die Herren Wernard und Liese waren sichtlich erleichtert als die Bürgerversammlung am 20.04. ohne kritische Fragen und sehr harmonisch ablief.

Professor Rüdiger Storost, der bereits zweimal mit der Planung der Nord-Ost-Umgehung befasst und bei deren Durchsetzung nicht erfolgreich war, bekam einen neuen Auftrag der Stadt für ein Verkehrsgutachten. Er sollte herausfinden, welche Maßnahmen die Innenstadt vom Ziel- Und Quellverkehr, der maßgeblich durch den Bau des Einkaufszentrum am Neuen Markt entsteht, entlasten können. Nachdem er gleich am Anfang betont hatte, dass die NOU unbedingt notwendig sei, zeigte er Lösungsvorschläge für die Innenstadt, die allesamt nicht zu verwirklichen sind, sei es aus finanziellen oder eigentumsrechtlichen Gründen (Siehe die Artikel in unseren Pressespiegel).

Da bleiben immer noch Fragen offen:

  1. Warum wurde das Einkaufszentrum gebaut bevor ein teures Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben wurde?
  2. Warum beauftragt die Stadt einen Gutachter, der schon zweimal mit der Planung der NOU befasst und damit voreingenommen ist und dessen einführenden Worte ein Plädoyer für die NOU waren?
  3. Was war die Zielsetzung der Stadt für das Gutachten und warum musste es vom Verfasser noch einmal überarbeitet werden nachdem man mit der „Februarversion“ nicht zufrieden war?
  4. Wäre es nicht sinnvoller gewesen einen neutralen Gutachter zu beauftragen, der Usingens Verkehrsgeschichte nicht kennt, eine von HessenMobil unabhängige Verkehrszählung vornimmt und unparteiisch auch überregionale Verkehrsentwicklungen berücksichtigt?

Wieder einmal drängt sich der Gedanke auf, dass man, nachdem man in Usingen ein Verkehrschaos provoziert hat, mit Hilfe eines Gutachtens die NOU rechtfertigen will.

Fachmarktzentrum ohne Verkehrskonzept

Das absichtlich herbeigeführte Verkehrschaos in Usingen rückt näher.

Im März 2015 äußerte sich ein Usinger CDU-Politiker mit den Worten: „Usingen muss wissentlich ins Verkehrschaos gestürzt werden um den Bau der Nord-Ost-Umgehung zu beschleunigen.“ Siehe unseren Beitrag hierzu.

Bald ist es soweit. Schon heute ist die Usinger Innenstadt rund um die Bahnhofstraße verstopft. Der Busverkehr, dem der Busbahnhof genommen wurde, der Bauverkehr am Fachmarktzentrum und der Quell- und Zielverkehr zum Riedborn überfordern das Straßennetz. Was aber, wenn erst die täglich zu erwartenden 4500 PKW-Bewegungen des Kunden- und Lieferverkehrs zum Fachmarktzentrum hinzu kommen? Siehe Artikel in der TZ.

Das Absurde ist aber, dass die von den Usinger Politikern erwartete Entlastung durch die in weiter Ferne liegende Nord-Ost-Umgehung wenig zur Beruhigung des oben genannten Bereiches beitragen kann. Der 30%ige Durchgangsverkehr wird zwar umgeleitet werden, dafür kommen auswärtige Kunden auf dem Weg zum Fachmarktzentrum zusätzlich in die Innenstadt.

Die IZEDUL hat schon frühzeitig vor dieser Situation gewarnt. Als es aber zu einer Anhörung der Öffentlichkeit zu den Fachmarktplänen kam, waren die Verträge längst unterschrieben – Zufall oder Absicht?

Architektin Klein sieht sich in ihren Befürchtungen bestätigt

„Negative Beeinträchtigung des Stadtbildes“

2016-08-31 Baustelle Neuer MarktplatzNachdem die Planungsphase für das Fachtmarktzentrum abgeschlossen und das Projekt schon beschlossen war, wurden die Bürger über das Bauvorhaben informiert. Daraufhin wehrte sich die Architektin vehement gegen das Projekt und sammelte in kürzester Zeit 1600 Gegenstimmen. Zu spät wie sich herausstellte.

Heute nimmt der Rohbau des zukünftigen Edeka-Marktes Form an und Frau Klein sieht ihre Voraussagen bestätigt. Lesen Sie dazu den heutigen Presseartikel im Usinger Anzeiger: „Die Baumassen passen nicht ins Stadtbild“.

„Taube Ohren abgewählt“

Der Rechtsanwalt der IZEDUL, Herr Möller-Meinecke äußert sich zu den Wahlen in Kommune und Kreis.

Schon seit vielen Jahren begleitet RA Möller-Meinecke die Interessengemeinschaft IZEDUL durch alle Verfahren der bisher nicht durchsetzbaren Nord-Ost-Umgehung. In einem Artikel der Taunus Zeitung äussert er sich über die letzten Wahlen in Kommune und Kreis und die immer stärker werdende Rolle von Bürgerinitiativen.

U.a. heißt es da: „Bürgerinitiativen verdanken ihr Entstehen oft einer undemokratischen Machtpolitik, der vor lauter Macht und Geldeinfluss die Argumente ausgegangen sind. Diese Konflikte summieren sich im Taunus und treffen auf hervorragend ausgebildete, gut informierte und überzeugend argumentierende Bürger. Die müssen in ihrer Freizeit und im Ehrenamt Allgemeinwohl-Belange wie gesunde Wohnverhältnisse und ein schützenswertes Landschaftsbild verteidigen, weil mächtige Kommunalpolitiker dabei zugunsten von Partikularinteressen versagt haben. Wenn hier bei den etablierten Parteien kein Umdenken eintritt, wird sich die Zahl der Initiativen noch weiter vergrößern.“

Lesen Sie dazu den Artikel „Taube Ohren abwählen“  in unserem Pressespiegel.

BM äußert sich zur Nord-Ost-Umgehung

Der Usinger Bürgermeister Steffen Wernard hofft auf eine baldige Planfeststellung der NOU.

Video zum Abspielen bitte anklicken.

In Vorbereitung des Wahlkampfes zur Bürgermeisterwahl 2016 hat Herr Steffen Wernard eine ganze Reihe von Kurzfilmen bei YouTube ins Internet gestellt, in denen er seine Sicht der Dinge präsentiert. Dabei spricht er von seinem Wunschtraum, die Nord-Ost-Umgehung schnell zu verwirklichen. Dann könne man in der Innenstadt „die Kinder von der Leine lassen“ und auf dem Alten Marktplatz hätte man „keinen Verkehr“ mehr, so Herr Wernard wörtlich. Wie aber vertragen sich diese Wünsche mit den 5700 zusätzlichen Fahrzeugbewegungen, die das Fachmarktzentrum hervorrufen werden? Wohlwissend, dass die NOU, wenn überhaupt, erst ab 2030 gebaut werden kann, verspricht unser Bürgermeister immer wieder die „allumfassende Lösung NOU“, die aber den Ziel-und Quellverkehr in der Innenstadt nicht verringern wird. Auch der Wunsch, mit der NOU würde das Geschäftsleben aktiviert werden, widerspricht dem Trend in Kleinstädten.

Übrigens: Bereits vor einem Jahr, am 29.12.2014, äußerte sich BM Steffen Wernard auf die Frage nach dem Zeitpunkt der Einweihung der NOU wie folgt : „2015 wird das Erörterungsverfahren im ersten Quartal eingeleitet, dann folgt Baurecht.“

IZEDUL fordert Herrn BM Steffen Wernard auf, statt der NOU mit ihrem geringen Nutzen-Kosten-Verhältnis die kleine Lösung, nämlich die Nord-Süd-Verbindung Weilburger Straße – B275 zu unterstützen. Diese Verbindung hätte durch ihre geringeren Kosten bei hoher Entlastungswirkung in der Prioritätenliste des Bundesverkehrswegeplanes eine sehr viel größere Chance der Verwirklichung. Siehe auch den Beitrag „Zu niedriges Nutzen-Kosten-Verhältnis der NOU“.

Unseren Vorschlag zur Entlastung der Usinger Innenstadt finden Sie hier:  https://izedul.de/trassen

Fantasielos

Usinger Stadtobere beschreiben das geplante Fachmarktzentrum als „Bereicherung“ der Innenstadt.

Fachmarktzentrum

Wie fantasielos müssen Politiker sein, einen Betonbau mit Stellplatzwüste als Bereicherung der Innenstadt zu bezeichnen.

Lesen Sie dazu mehr im Artikel von Brigitte Klein im Usinger Anzeiger.

Abgesehen von der städtebaulichen Gewaltaktion gegen den Bürgerwillen meldet IZEDUL in verkehrstechnischer Hinsicht große Bedenken an. Das Fachmarktzentrum kann nur wirtschaftlich betrieben werden, wenn es von genügend Kunden mit dem Auto erreicht wird. Die dazu notwendigen 4500 zusätzlichen Fahrzeugbewegungen werden in Usingen zum Verkehrschaos führen. Dies ergibt einen unlösbaren Widerspruch: Verkehrschaos — oder das Fachmarktzentrum ist unrentabel. Was dann ?

1579 Stimmen gegen den Fachmarkt

Riesenerfolg für die „Interessengemeinschaft gegen den Fachmarkt“

Die Interessengemeinschaft, allen voran Brigitte Klein übergab Bürgermeister Steffen Wernard rund 1500 Unterschriften. Bild: Taunus Zeitung

Donnerwetter, da legt eine kleine Gruppe von engagierten Bürgern ohne vorherige große Medienkampagne Unterschriftenlisten aus und 1579 Bürger unterschreiben. Dabei wussten viele Bürger nichts von der Gelegenheit, sich gegen die geplante Bebauung des Neuen Marktes zu wenden. Andere kamen aus zeitlichen Gründen nicht dazu. Umso höher ist der Erfolg der Interessengemeinschaft zu werten.

Und was macht unser Bürgermeister? Grinsend blickt er bei der Übergabe in die Kamera und erklärt, alles sei gut. Verkehrsgutachter würden Ende des Jahres die Lage analysieren (nach Baubeginn des Zentrums), die Nord-Ostumgehung käme bald (obwohl die bei Ziel- Und Quellverkehr auch nicht hilft und in naher Zukunft nicht zu erwarten ist) und ein „kleiner und knackiger“ Hessentag würde die Entwicklung der Stadt fördern.

Siehe auch 1579 Unterschriften gegen den Neuen Markt und Interessengemeinschaft Nein zum Fachmarktzentrum – Bürger begehren auf.

„Allheilmittel“ Hessentag

Bürgermeister Steffen Wernard träumt vom Hessentag und der Nord-Ost-Umgehung als Allheilmittel für alle anstehenden Probleme des Usinger Einzelhandels.

Lesen Sie dazu den folgenden Artikel aus der Frankfurter Rundschau:

Hessentag soll dem sterbenden Einzelhandel helfen.

Dabei braucht Herr Wernard nur einmal nach Weilburg zu fahren. Auch dort wurde eine Umgehungsstraße gebaut. Der Hessentag hinterließ jedoch ein Defizit von 2 Millionen Euro im Stadtsäckel. Am 15.Mai 2011 schrieb die Taunuszeitung darüber unter dem viel sagenden Titel „Die Sause und der Schulden-Kater“. Zuvor haben Alsfeld im Jahre 2010 und Vellmar 2011 den Auftrag zur Ausrichtung des Hessentages wegen der zu erwartenden Verschuldung der Kommune an das Land zurück gegeben.

Übrigens – dem Einzelhandel im Weilburger Stadtzentrum hat der Hessentag langfristig nichts gebracht.