Der Vorstand der IZEDUL besucht Hessen Mobil in Wiesbaden

Auf Einladung von Hessen Mobil hat der Vorstand der Bürgerinitiative IZEDUL e.V. am 27. Mai in Wiesbaden ein Gespräch zum aktuellen Stand der Planungen für die Nord-Ost-Umgehung (NOU) geführt.

Das Team der Planer der Straßenbaubehörde informierte in einem sehr freundlichen und informativen Gespräch über den Fortgang des Projekts und die nächsten Schritte im laufenden Planfeststellungsverfahren.

Zur Frage, wann die rund 300 bereits eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen beantwortet werden, erläuterte Hessen Mobil, dass diese nicht einzeln beantwortet werden sollen. Stattdessen fließen sie gemeinsam mit neuen gesetzlichen Vorgaben, Regelwerken und aktuellen Gutachten in eine umfassende Überarbeitung der Planung ein.

Zu möglichen Zeitabläufen des weiteren Verfahrens wurden im Gespräch ebenfalls Informationen gegeben. Hessen Mobil machte jedoch deutlich, dass die Planungen noch von zahlreichen fachlichen, rechtlichen und verfahrensbezogenen Faktoren abhängen. Daher verständigten sich die Gesprächsteilnehmer darauf, derzeit keine konkreten Zeitangaben für die weiteren Verfahrensschritte oder eine mögliche Fertigstellung des Projekts zu veröffentlichen.

Lesen Sie dazu unseren Presseartikel.

IZEDUL e.V. wählt neuen Vorstand

Anlässlich der 42-sten Jahresmitgliederversammlung am 27.03.2026 wählte die IZEDUL e.V. ihren neuen Vorstand.

Gewählt wurden:

  • Erster Vorsitzender: Norbert Gerhardt – Schlappmühler Pfad 45 – 61250 Usingen – 06081 67822
  • Zweiter Vorsitzender: Dr. Lutz Steiner, Schlappmühler Pfad 48 – 61250 Usingen – 0151 72824198
  • Kassenwartin: Gabriele Zimmermann-Schmidt – Joh.-Seb.-Bach-Straße 85 – 06081 919933
  • Schriftführer: Oliver Loeck – Große Lache 1 – 61273 Wehrheim – 0173 307 5436
  • Beisitzer: Fritz Petri, Doris Warlich, Dr. Kunibert Schmidt

Neues von Hessen Mobil

In regelmäßigen Abständen nehmen wir Kontakt zu Hessen Mobil auf, um uns über den neuesten Stand des Planfeststellungsverfahrens zu informieren.

Die Planung hat im letzten Jahr nur wenige Fortschritte gemacht. Immer noch wartet man auf Fachbeiträge, die die Berücksichtigung der Wasserrahmenrichtlinien in der Planung behandeln. Größere Regenrückhaltebecken, die Behandlung der mit Salz und Abrieb belasteten Abwässer und andere Oberflächen- und Grundwasser betreffende Themen, geben Anlass zu Planungsänderungen. Eine neue Offenlegung der geänderten Pläne wird notwendig.

Als nächsten Termin für den Abschluss des Planfeststellungsverfahrens wurde nun Ende 2027 genannt. Allerdings hält unser Fachberater von RegioConsult auch diesen Zeitpunkt für wenig realistisch.

Hessentag in Usingen soll Nordostumgehung ermöglichen

Immer wieder wird die Idee des Hessentages als Anlass zum Bau der Nordostumgehung von den Befürwortern der Straße aus der Schublade geholt. Das ist nicht nur unsinnig sondern auch unmöglich.

Wie kommt es zu dieser Idee? Im Zuge des Hessentages werden nur kommunale Projekte vom Land Hessen finanziell unterstützt? Dies gilt jedoch nicht für Bundesstraßen. Außerdem hinterlassen Hessentage immer wieder große millionenschwere Löcher in den Haushaltskassen der austragenden Kommune. Deshalb verzichten Gemeinden auch schon einmal auf die Ausrichtung.

Lesen Sie dazu den Artikel der Frau Enslin, der das Thema umfassend behandelt.

Immer mehr Stimmen in Usingen wenden sich gegen die Nordostumgehung.

Zum ersten Mal wenden sich im kommunalen Wahlkampf zwei politische Parteien in Usingen gegen die Nordostumgehung und setzen sich für eine Alternative zur Verkehrsentlastung Usingens ein.

Auch in den etablierten Parteien gibt es inzwischen Stimmen, die die Nordostumgehung als nicht mehr realisierbar betrachten. Dies liegt sicher auch an der Finanzierbarkeit und Bedenken zum Klimawandel und Umweltschutz. Außerdem hat sich die Wirksamkeit der geplanten Trasse zu Gunsten einer Lösung im Süd-Westen verschoben. Im Laufe der langen Planungszeit der NOU wurden die Südtangente und die Heisterbachstraße gebaut – beide Verkehrswege schließen die Industriegebiete in Usingen und Neu-Anspach optimal an. Auch die Innenstadtverdichtung und der Bau des Gewerbegebietes in der Innenstadt Usingens hat das Verhältnis zwischen Ziel-, Quell- und Durchgangsverkehr geändert. Die Planungen der Nordostumgehung basieren aber immer noch auf den Verkehrsverhältnissen von vor 15 Jahren – höchste Zeit umzudenken.

Lesen Sie dazu einen Presseartikel der Usinger FDP sowie Leserbriefe von Doris Warlich und Dr. Kunibert Schmidt.

BM Wernard besucht Verkehrsminister Kaweh Mansoori in Wiesbaden

Kurz vor unserem Informationsabend für die Usinger Bürger am 5.2.2025 besuchte BM Wernard das Verkehrsministerium in Wiesbaden, um sich über den Stand der Nordostumgehung zu informieren.

Nach unserem Informationsabend beschimpfte Herr Wernard die IZEDUL und behauptete im Stadtparlament, die Interessengemeinschaft würde Lügen und Märchen verbreiten.

Der Besuch in Wiesbaden brachte aber keine anderen als die von uns veröffentlichten Informationen – im Gegenteil. Der von Herrn Wernard auf Anfrage der AfD im Stadtparlament genannte Erörterungstermin im Sommer 2025 entsprach wohl mehr seinem Wunschdenken. Siehe hierzu den Artikel des Verkehrsministeriums vom 04.02.2025 .

Der IZEDUL Faktencheck

Usinger Politiker bezichtigen die IZEDUL e.V. auf ihrer Info-Veranstaltung am 5.2.2025 Lügen und Märchen erzählt zu haben. In loser Reihenfolge wollen wir Aussagen Usinger Politiker auf deren Wahrheitsgehalt prüfen.

Aussage des Bürgermeisters Wernard im Januar 2023:
„Ende des ersten Quartals wird der Erörterungstermin stattfinden“

Fakt: Bis heute wurden die 250 Einwendungen der Bürger und Verbände von Hessen Mobil noch nicht beantwortet. Das wird auch nicht so schnell geschehen, denn die Planung muss verändert und damit neu veröffentlicht werden.

Frage: Warum reden Usinger Politiker die Situation um das feststeckende Planfeststellungsverfahren immer wieder schön, statt sich um Alternativen zu kümmern?

Der IZEDUL Faktencheck

Usinger Politiker bezichtigen die IZEDUL e.V. auf ihrer Info-Veranstaltung am 5.2.2025 Lügen und Märchen erzählt zu haben. In loser Reihenfolge wollen wir Aussagen Usinger Politiker auf deren Wahrheitsgehalt prüfen.

BM Wernard behauptet in der Stadtverordnetenversammlung am 10.02.2025: „Der Erdmassenüberschuss, der durch den 19m tiefen Graben im Osten der geplanten Nordostumgehung anfallen würde, besteht aus gutem Mutterboden und kann auf die umliegenden Felder verteilt werden.“

Fakt: Der Aushub von mehreren tausend m³ besteht aus Faulschiefer und Grauwacke, mit der man im Mittelalter die Stadtmauer gebaut hat. Die Landwirte in der Umgebung wissen nichts von dem Vorhaben und sind entsprechend empört.