Impressionen von der Trassenbegehung

IZEDUL informierte Bürger über den Verlauf der Trasse und die zu erwartenden Umweltschäden.

Zahlreiche Bürger, Politiker und Mitglieder von Verbänden kamen am 8. September zur Info-Veranstaltung der IZEDUL. Die Presse berichtete ausführlich (siehe unseren Pressespiegel). Hier zeigen wir ein paar Impressionen von der Veranstaltung.

B275 in Usingen wird für LKW über 3,5 t gesperrt.

Die Orts­durch­fahrt Usin­gen auf der B 275 wird bald für schwe­re Lkw kom­plett ge­sperrt.

Wie Bürg­er­meis­ter Stef­fen Wer­nard ge­stern mit­teil­te, wird die Be­gren­zung von 7,5 Ton­nen für die Kreuz­gas­se und die Neu­tors­tra­ße wei­ter auf 3,5 Ton­nen re­du­ziert. Last­wa­gen aus Rich­tung Os­ten und Sü­den so­wohl auf der B 275 und der B 456 mit Fahr­ziel Bad Schwal­bach (Merz­hau­sen) müs­sen dann die In­nens­tadt süd­lich um­ge­hen und die Süd­tan­gen­te befahren. Nur der Lie­fer­ver­kehr darf durch. Das Ver­bot wird wirk­sam, sobald die Schil­der montiert sind. Siehe auch den Artikel im Usinger Anzeiger in unseren Pressespiegel.

Die Sperrung der B275 für große LKW in Usingen ist ein weiterer Schritt zur Entlastung der Innenstadt und damit wird die Rechtfertigung für die NOU wieder etwas „dünner“.

Bürgerversammlung zum Verkehrsgutachten

Kritische Fragen wurden nicht gestellt.

Die Herren Wernard und Liese waren sichtlich erleichtert als die Bürgerversammlung am 20.04. ohne kritische Fragen und sehr harmonisch ablief.

Professor Rüdiger Storost, der bereits zweimal mit der Planung der Nord-Ost-Umgehung befasst und bei deren Durchsetzung nicht erfolgreich war, bekam einen neuen Auftrag der Stadt für ein Verkehrsgutachten. Er sollte herausfinden, welche Maßnahmen die Innenstadt vom Ziel- Und Quellverkehr, der maßgeblich durch den Bau des Einkaufszentrum am Neuen Markt entsteht, entlasten können. Nachdem er gleich am Anfang betont hatte, dass die NOU unbedingt notwendig sei, zeigte er Lösungsvorschläge für die Innenstadt, die allesamt nicht zu verwirklichen sind, sei es aus finanziellen oder eigentumsrechtlichen Gründen (Siehe die Artikel in unseren Pressespiegel).

Da bleiben immer noch Fragen offen:

  1. Warum wurde das Einkaufszentrum gebaut bevor ein teures Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben wurde?
  2. Warum beauftragt die Stadt einen Gutachter, der schon zweimal mit der Planung der NOU befasst und damit voreingenommen ist und dessen einführenden Worte ein Plädoyer für die NOU waren?
  3. Was war die Zielsetzung der Stadt für das Gutachten und warum musste es vom Verfasser noch einmal überarbeitet werden nachdem man mit der „Februarversion“ nicht zufrieden war?
  4. Wäre es nicht sinnvoller gewesen einen neutralen Gutachter zu beauftragen, der Usingens Verkehrsgeschichte nicht kennt, eine von HessenMobil unabhängige Verkehrszählung vornimmt und unparteiisch auch überregionale Verkehrsentwicklungen berücksichtigt?

Wieder einmal drängt sich der Gedanke auf, dass man, nachdem man in Usingen ein Verkehrschaos provoziert hat, mit Hilfe eines Gutachtens die NOU rechtfertigen will.

Fachmarktzentrum ohne Verkehrskonzept

Das absichtlich herbeigeführte Verkehrschaos in Usingen rückt näher.

Im März 2015 äußerte sich ein Usinger CDU-Politiker mit den Worten: „Usingen muss wissentlich ins Verkehrschaos gestürzt werden um den Bau der Nord-Ost-Umgehung zu beschleunigen.“ Siehe unseren Beitrag hierzu.

Bald ist es soweit. Schon heute ist die Usinger Innenstadt rund um die Bahnhofstraße verstopft. Der Busverkehr, dem der Busbahnhof genommen wurde, der Bauverkehr am Fachmarktzentrum und der Quell- und Zielverkehr zum Riedborn überfordern das Straßennetz. Was aber, wenn erst die täglich zu erwartenden 4500 PKW-Bewegungen des Kunden- und Lieferverkehrs zum Fachmarktzentrum hinzu kommen? Siehe Artikel in der TZ.

Das Absurde ist aber, dass die von den Usinger Politikern erwartete Entlastung durch die in weiter Ferne liegende Nord-Ost-Umgehung wenig zur Beruhigung des oben genannten Bereiches beitragen kann. Der 30%ige Durchgangsverkehr wird zwar umgeleitet werden, dafür kommen auswärtige Kunden auf dem Weg zum Fachmarktzentrum zusätzlich in die Innenstadt.

Die IZEDUL hat schon frühzeitig vor dieser Situation gewarnt. Als es aber zu einer Anhörung der Öffentlichkeit zu den Fachmarktplänen kam, waren die Verträge längst unterschrieben – Zufall oder Absicht?

BM Hoffmann würde nachts gerne die Brandholzspange schließen

Die Diskussion um die Brandholzspange nimmt Form an

Bereits seit 1984 fordert IZEDUL die Öffnung und den Ausbau der Brandholzspange zur Entlastung Usingens und Hausen-Arnsbachs vom Durchgangsverkehr. Schon jetzt nutzen viele Autofahrer diese Trasse – verbotenerweise, denn die Zeit sparende Strecke ist für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Die Politikermeinungen sind gespalten. Während Holger Bellino (CDU) sich die Öffnung vorstellen kann, lehnt der Stadtverordnetenvorsteher Liese (CDU) den Ausbau strikt ab. Sein Hauptargument: Dann kann man die Nord-Ost-Umgehung vergessen. Was ist das aber für eine Begründung, wenn man durch den preiswerten Ausbau einer bestehenden Straße mindestens 37Mio € für die Nord-Ost-Umgehung sparen und damit eine immense Zerstörung der Usinger Landschaft verhindern kann?2016-11-23-brandholztrasse

Jetzt hat der Neu-Anspacher Bürgermeister Hoffmann (CDU) gar die nächtliche Sperrung der Brandholzspange wegen „illegaler Nutzung“ gefordert (siehe Artikel im Usinger Anzeiger). Hiermit nimmt er Rücksicht auf seine Usinger Parteikollegen, die mit Gerhard Liese die Nord-Ost-Umgehung unbedingt verwirklichen wollen und vor deren Bau jede Entlastung der Usinger Innenstadt zu verhindern suchen. Siehe dazu unseren Beitrag „So denken Usinger Politiker wirklich“.

JA zum Ausbau der Brandholzspange

Ein Bürger schreibt zum Thema Brandholzspange:

Letzten Samstag waren wir bei einer Treibjagd von der Jägerschaft Westerfeld. Es erfolgte auch ein Treiben in der Nähe der Deponie Brandholz. Um in das entsprechende RevBrandholztrasseier zu kommen sind wir mit mehreren Fahrzeugen von der K723 die Brandholzspange hoch gefahren. Durch die Verengungen ist es immer wieder zu unliebsamen Staus und Verzögerungen gekommen. Ich musste feststellen, die Straße wird von zahlreichen Fahrzeugen als Abkürzung genutzt. Ob das jetzt legitim ist, lasse ich mal dahin gestellt. Nur mir als Laien drängen sich hier generelle Fragen auf:

  1. Hier scheint für viele Anwohner und Durchreisende ein echter Bedarf zu bestehen.
  2. Optimal wäre eine Anbindung an die B275 mit einem Kreisel.
  3. Dies ergäbe eine problemlose Anbindung an Wilhelmsdorf und …
  4. Verkehrsentlastung für Hausen-Arnsbach.
  5. Schnelle Anbindung an die Heisterbachstraße.
  6. Warum sind einige Politiker gegen den Ausbau der Brandholzspange?
  7. Will man partout eine Riesensumme Steuergelder für eine Nord-Ost-Umgehung ausgeben?
  8. Hier erscheint mir eine ökologische und ökonomische Alternative für die Nord-Ost-Umgehung zu sein (Dann auch mit einer Anbindung nach Grävenwiesbach).

AKB

BVWP vom Kabinett verabschiedet

Der Bundesverkehrswegeplan wurde am Mittwoch vom Kabinett verabschiedet

In unserem Pressespiegel finden Sie die neuesten Artikel über die Verabschiedung des BVWP.

Die Aufnahme eines Projektes in den BVWP bedeutet allerdings nicht, dass demnächst Geld aus Berlin fließt und die Bagger anrollen: Der Bedarfsplan ist keine Finanzierungsplanung. Und der Bund hat in der Vergangenheit immer deutlich mehr Projekte aufgenommen, als in der Laufzeit dann finanziert werden konnten. Im Falle der Nord-Ost-Umgehung steht sowieso noch die Anhörung Betroffener mit der Möglichkeit von Einwendungen  aus.

Das Projektinformationssystem (PRINS) erlaubt den Einblick in alle Projekte und deren Bewertung. Die neuesten Änderungen werden zur Zeit eingearbeitet und können ab September im Internet abgerufen werden.

Holger Bellino antwortet auf Schreiben

MdL Holger Bellino befürwortet den Ausbau der Brandholztrasse.

IZEDUL bat Holger Bellino um eine Stellungnahme zum Ausbau der Brandholtrasse, siehe Brief der IZEDUL an Herrn Bellino. Heute bekamen wir seine Antwort. Bitte lesen Sie das  „Antwortschreiben des Holger Bellino“.

Nachdem die Heisterbachstraße fertiggestellt ist, würde der Ausbau der Brandholztrasse sowohl den Durchgangsverkehr in Hausen-Arnsbach als auch in Usingen reduzieren und wäre mit geringem Aufwand realisierbar.

Ernst Bach lädt zum „Naturfest“

Auch die Brandholztrasse wird Thema der Veranstaltung sein

Am Freitag, 24. Juni, will Ernst Bach ab 17 Uhr sein „Naturfest“ feiern.
Ort: Neu-Anspach, Siemensstraße 19a (Landwirtschaftliche Halle, auch über die Grundgasse erreichbar).
Lesen Sie mehr dazu im Artikel des Usinger Anzeigers „Ein Naturfest“.

Wir fordern unsere Freunde und Mitglieder zur regen Teilnahme auf, denn die von uns geforderte Brandholztrasse wird auch ein Thema der Diskussionen sein. Die Presse sowie Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde, das Management der Brandholzdeponie und Politiker sind eingeladen. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Bei gutem Wetter ist auch eine Rundfahrt über die Brandholztrasse geplant.

Wir sollten uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die Brandholztrasse in das Bewusstsein der Politiker und Bürger zu bringen.

Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 ohne Nord-Ost-Umgehung

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 (Entwurf März 2016) wurde veröffentlicht.

Im  Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 ist die NOU nicht aufgeführt. Die Verantwortlichen in Kommune, Kreis und Land hatten die Anmeldung des Projektes schlicht versäumt. Lesen Sie dazu die Presseartikel in unserem Pressespiegel und den Beitrag  „wie eine Schmeißfliege hinterher sein“.

Hier können Sie den vollständigen  Bundesverkehrswegeplan 2030 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur herunterladen. Auf den Seiten 107/108 sind alle die B275 betreffenden Projekte aufgeführt – allein die NOU ist nicht enthalten.B275Bild: Ein Ausschnitt des BVWP mit B275-Projekten, jedoch ohne die Nord-Ost-Umgehung.

Schon seit 1984 schlägt die IZEDUL den Ausbau der Brandholzspange zur Verkehrsentlastung Usingens vor. Dies entspricht dem Bestreben der Interessengemeinschaft, zur Entlastung Usingens bestehende Straßen auszubauen, statt mit Straßenneubauten die Landschaft zu versiegeln. Siehe auch unsere Pressemitteilung vom 29.02.2016.