SPD äussert sich zur Nordostumgehung

Die Usinger SPD versteigt sich in ihrem Flugblatt „Unsere Meinung“ zu einer fadenscheinigen Argumentation.

Nachdem ein Usinger FDP-Politiker zum Nachdenken über Alternativen zur NOU aufgerufen hat, erteilt die SPD solchen Gedanken eine Absage. Ein Bild im Flugblatt zeigt als Argument für die NOU einen großen Lastwagen von Lidl, der sich durch die Kreuzgasse zwängt. Dies ist ein typisches Beispiel, wie Usinger Politiker mit fadenscheinigen Argumenten die NOU fordern, ohne sich um die Fakten zu kümmern. Dass dieser LKW auch mit Nordostumgehung weiterhin diesen Weg nutzen müsste um den Lidl-Markt zu erreichen, ist Frau Hahn entgangen – die zentralen und schwer zugänglichen Läden an der Bahnhofsstraße, im Riedborn und am Neuen Markt können nun mal nicht über eine Umgehung versorgt werden. Das Verkehrschaos im Stadtkern ist Programm und der Bau des Marktzentrums am Neuen Markt war ein Teil davon.

ADFC: „Mangelhaft bis ungenügend“

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub fällt ein verheerendes Urteil über die Situation für Radfahrer in Usingen.

Als „absoluten Schwachsinn“ beurteilt Bürgermeister Wernard die Aussagen des ADFC und weist darauf hin, dass mit der Nordostumgehung alle Probleme gelöst würden. Der ADFC kontert und bezeichnet Wernards Reaktion als „leicht zu durchschauende Ablenkung und Argumentationsmissbrauch“. Wir stimmen mit dem ADFC völlig überein und können die Untätigkeiten der Stadt mit dem Hinweis auf die seit 50 Jahren geplante Nordumgehung nicht mehr akzeptieren. Dies haben wir auch in unserem Leserbrief zum Ausdruck gebracht. Siehe unseren Leserbrief und drei weitere Artikel im Usinger Anzeiger zu diesem Thema:

Mangelhaft bis ungenügendNicht auf die Umgehung wartenADFC hält an seiner Kritik an Radwegen fest

Unwissenheit oder Realitätsverlust?

Seit ca. 50 Jahren geben Usinger Politiker Prognosen bezüglich des Baubeginns der Nordostumgehung ab.

1998 – Erster Stadtrat Bleker: „Ich bin ein optimistischer Mensch. Der erste Spatenstich für die Nordostumgehung könnte durchaus 2002 bis 2005 sein.“

01. 2014 – BM Wernard:Ich hoffe, dass die Nordostumgehung nach der nun anstehenden zweiten Offenlegung der Planung und dem anschließenden Erörterungsverfahren, nach dem Planfeststellungsbeschluss und Abschluss der rund zwei Jahre dauernden Bauarbeiten 2019 oder 2020 eröffnet werden kann.“

03. 2014 – BM Wernard: „Ich hoffe, dass im nächsten Jahr der Planfeststellungsbeschluss erteilt wird – dafür gebe ich alles.“

12. 2014 – BM Wernard:2015 wird das Erörterungsverfahren im ersten Quartal eingeleitet, dann folgt Baurecht.“

07. 2015 – BM Wernard: „Derzeit wird das Straßenprojekt im Bundesverkehrsministerium geprüft und ich rechne für das dritte Quartal 2015 mit dem Beginn der zweiten Offenlegung.“

2016 – Magistratsmitglied Jack: „Ich gehe davon aus, dass mit dem Bau der Nordostumgehung noch vor 2020 begonnen wird.“

2017 – FDP-Vorsitzender Brähler: „Ich rechne mit der Planfeststellung noch in diesem Jahr, mit der Offenlegung im Frühjahr 2018 und Baubeginn 2020.“

2017 – BM Wernard: „Wenn es zu keinerlei Einwänden und Klagen von irgendwelchen Seiten kommt, wenn es reibungslos abläuft, ja, dann könnte es in fünf bis sechs Jahren mit dem Bau der Nordostumgehung losgehen.“

Realistischer war man in der Zeit von 1986 bis 1996

1986 – BM Eggebrecht: „Die Usinger Nordumgehung kann voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahrtausend gebaut werden.“

1996 – Ministerpräsident Eichel: „Ich sehe den ersten Spatenstich für die Nordostumgehung nicht vor dem Jahr 2025, eher 2030, und eine Garantie gibt es überhaupt nicht.“

Zeitungs-Interview zum Thema
Nord-Ost-Umgehung

Der Usinger Anzeiger veröffentlichte am 05.07. sein Sommerinterview zum Thema Nordostumgehung.

Alexander
D. Jackson

Norbert
Gerhardt

Norbert  Gerhardt von der IZEDUL und der Stadtverordnete und CDU-Politiker Alexander D. Jackson gaben Antworten auf fünf Fragen zum Thema Nordostumgehung. Doch lesen Sie selbst: Eingriff contra Entlastung

18,5 m tiefer Graben an den Weingärten

Die Planung der Nordostumgehung sieht einen bis zu 18,5 m tiefen Graben am Wohngebiet „Weingärten“ vor.

Nur wenige Meter von den Weingärten entfernt soll die Trasse der Nordostumgehung in einem bis zu 18,5 m tiefen und ca. 90 m breiten  Graben verlaufen. Das Bild zeigt die Böschung eines ähnlichen Bauwerks. Oben kann man sich die Bäume in der Kurve des Schlappmühler Pfad vorstellen, hinter denen die Wohnhäuser stehen. Die Brücke würde außerdem mit Fledermausleiteinrichtungen verziert, das sind Zäune und Sichtschutzblenden entlang des Grabens und auf der Brücke.

Bürgerversammlung mit HessenMobil

Zum 11. 6. 2018 lud Herr Liese zur Vorstellung der Nord-Ost-Umgehung durch HessenMobil

Der Artikel in der Taunuszeitung mit dem Titel „Zuhören ja, mitreden nein“ beschreibt recht gut den Abend. Unerfreulich war die Art und Weise wie Herr Liese die Versammlung leitete und dabei auch vor diskriminierenden Äußerungen gegenüber Rednern aus der Zuhörerschar nicht zurück schreckte.  200 Interessierte waren gekommen, soviel hatte Herr Liese wohl nicht erwartet. Der Termin war lediglich bei den öffentlichen Bekanntmachungen im Usinger Anzeiger publiziert. Erst durch die Öffentlichkeitsarbeit der IZEDUL wurden die Teilnehmer informiert. HessenMobil gab eine professionelle Präsentation über die „Vorteile“ der NOU. Bei Detailfragen mussten die Planer aus Wiesbaden aber oft passen und verwiesen auf die Möglichkeit der Einwendung, deren Frist am 25. Juni abläuft.

Presse: „Viele waren entsetzt“

IZEDUL informierte an der Hattsteiner Allee

Am Sonntag, dem 10. Juni, informierten Vertreter der IZEDUL die Passanten an der Hattsteiner Allee über die im Zuge der Planfeststellung zur Nord-Ost-Umgehung geplanten Eingriffe in dieses Naherholungsgebiet. Lesen Sie hierzu auch den Presseartikel aus dem Usinger Anzeiger: Presseartikel.

Viele der Spaziergänger, Hundebesitzer, Radfahrer und Erholungssuchende hatten bisher wenig Informationen bekommen und erklärten sich nach den Gesprächen mit unseren Mitgliedern zur Einwendung gegen das Straßenbauprojekt bereit. Die Einwendungsfrist endet am 25. Juni. Zu diesem Datum muss Ihre Einwendung im Regierungspräsidium vorliegen !

Offenlegung der Pläne verzögert sich

Hessen Mobil muss nachliefern. 

Anders als ursprünglich vom Regierungspräsidium geplant, verzögert sich die Offenlegung der Planungsunterlagen für die Nord-Ost-Umgehung. Grund: Laut Regierungspräsidium in Darmstadt sind die von Hessen Mobil eingereichten Unterlagen noch nicht vollständig und müssen ergänzt werden. Man kann noch keinen präzisen Zeitpunkt für die Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens nennen – dies hängt von der Vollständigkeit der Unterlagen ab.

Impressionen von der Trassenbegehung

IZEDUL informierte Bürger über den Verlauf der Trasse und die zu erwartenden Umweltschäden.

Zahlreiche Bürger, Politiker und Mitglieder von Verbänden kamen am 8. September zur Info-Veranstaltung der IZEDUL. Die Presse berichtete ausführlich (siehe unseren Pressespiegel). Hier zeigen wir ein paar Impressionen von der Veranstaltung.

B275 in Usingen wird für LKW über 3,5 t gesperrt.

Die Orts­durch­fahrt Usin­gen auf der B 275 wird bald für schwe­re Lkw kom­plett ge­sperrt.

Wie Bürg­er­meis­ter Stef­fen Wer­nard ge­stern mit­teil­te, wird die Be­gren­zung von 7,5 Ton­nen für die Kreuz­gas­se und die Neu­tors­tra­ße wei­ter auf 3,5 Ton­nen re­du­ziert. Last­wa­gen aus Rich­tung Os­ten und Sü­den so­wohl auf der B 275 und der B 456 mit Fahr­ziel Bad Schwal­bach (Merz­hau­sen) müs­sen dann die In­nens­tadt süd­lich um­ge­hen und die Süd­tan­gen­te befahren. Nur der Lie­fer­ver­kehr darf durch. Das Ver­bot wird wirk­sam, sobald die Schil­der montiert sind. Siehe auch den Artikel im Usinger Anzeiger in unseren Pressespiegel.

Die Sperrung der B275 für große LKW in Usingen ist ein weiterer Schritt zur Entlastung der Innenstadt und damit wird die Rechtfertigung für die NOU wieder etwas „dünner“.