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Lärmgutachten zum Fachmarktzentrum

Die Planer des Fachmarktzentrums glauben die erhöhte Lärmbelastung mit Hilfe der Nord-Ost-Umgehung zu mildern. Aber deren Verwirklichung steht in den Sternen.

Nach dem Bau des Fachmarktzentrums wird die Innenstadt mit zusätzlichen 4500 Fahrzeugbewegungen täglich erheblich belastet. Die von der Procom Invest beauftragte FIRU mbH hofft die erhöhte Lärmbelastung in der Innenstadt durch den Bau der Nord-Ost-Umfahrung zu kompensieren. Das heißt, die geplante Belastung wird mit der Hoffnung auf eine Umgehungsstraße, deren Bau ungewiss ist und in weiter Ferne liegt, verrechnet. Lesen Sie dazu im Gutachten:

Die prognostizierten wesentlichen Erhöhungen der Verkehrslärmbeurteilungspegel an den oben genannten Straßenabschnitten werden durch die zu erwartenden planbedingten Erhöhungen der Verkehrsmengen um bis zu 1.100 Kfz/24h(Kreuzgasse) verursacht. Wenn die geplante Umgehungsstraße Nord umgesetzt wird, ist auf allen oben genannten Straßenabschnitten mit Reduzierungen der Verkehrsmengen um deutlich mehr als 3.000 Kfz/24h zu rechnen.

Siehe auch unseren Beitrag „So denken Usinger Politiker wirklich“

Noch bis zum 7.Mai können Bürger ihre Stellungnahme gegen das Fachmarktzentrum abgeben. Siehe FIRU mbH – Bebauungsplan “Neuer Marktplatz”.

2 Kommentare zu “Lärmgutachten zum Fachmarktzentrum

  1. Wer braucht das Fachmarktzentrum in Usingen?
    Es sind reichlich Vollversorger im Stadtgebiet angesiedelt. Der Umzug einiger Einzelhändler vom Riedborn in das geplante Fachmarktzentrum bringt niemandem einen Mehrwert. Im Gegenteil, denn die Parkplatzsituation am Riedborn ist allemal besser als es jemals am Neuen Markt sein wird.
    Der zu erwartende Zusammenbruch des innerstädtischen Verkehrs wird durch die Gutachten der FIRU mbH bestätigt.
    Ich finde es skandalös, dass die noch nicht mal planfestgestellte Nord-Ost-Umgehung als „Allheilmittel“ herhalten muss. Was passiert, wenn die NOU gar nicht gebaut wird? Anstatt jetzt schon Maßnahmen zu ergreifen, die den Verkehr in der Innenstadt reduzieren, wird bewusst ein Verkehrschaos herbeigeführt.
    Ohne erkennbare Vorteile für die Usinger Bürger resultiert der Bau des Fachmarktzentrums in ein Verkehrschaos, Verödung des Gewerbegebietes am Riedborn, kein Ersatz des Busbahnhofes und weitere Versiegelung des Usinger Stadtgebietes (entgegen neuesten Hessichen Richtlinien angekündigte Asphaltierung des Festplatzes).
    Zurück zur Eingangsfrage: Wer braucht das Fachmarktzentrum? Niemand!

  2. Im Lärmgutachten geht man davon aus, dass die erhöhte Lärmbelastung nach dem Bau der Nord-Ost-Umgehung kompensiert wird. Dabei ist der Bau der Umgehungsstraße sehr ungewiss, und wenn sie kommt, wird dies nicht vor 2025 sein. Ich empfinde es als unseriös, wenn Planungen auf der Basis kaum realisierbarer weiterer Planungen beruhen.
    Die zusätzliche Verkehrsbelastung der Innenstadt steht in keinem Verhältnis zur erhofften Aufwertung der Innenstadt hin zu mehr Lebensqualität. Wobei man darüber streiten kann, ob der Bau eines Einkaufszentrums die Lebensqualität der Bürger erhöht, zumal im gleichen Atemzug bestehende Geschäftsstrukturen zerstört werden.

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