Mehr Schienen statt Straßen bauen

TaunusbahnIZEDUL spricht mit Vertretern des „Verkehrsverband Hochtaunus“ und „Pro Bahn.“

IZEDUL wehrt sich gegen den maßlosen Ausbau des Straßennetzes, besonders in diesen Zeiten, in denen der Individualverkehr an seine Grenzen stößt. Unter diesem Aspekt haben wir uns mit Vertretern des „VHT“ und „Pro Bahn“ zu Informationsgesprächen getroffen. Die Inhalte unserer Gespräche sind sehr gut in den folgenden beiden Presseartikeln wiedergegeben: „Mehr Schienen statt Straßen bauen“ und „Per Taunusbahn häufiger nach Frankfurt fahren“.

Einladung zur Trassenbegehung der Nord-Ost-Umgehung am 8.September

Prominente Bundes- und Landtagsabgeordnete zu Gast.

Traditionsgemäß, wie auch bei früheren Planungen der Nord-Ost-Umgehung, möchte IZEDUL den Bürgern bei einer Trassenbegehung die zerstörerischen Auswirkungen des Bauvorhabens sichtbar machen. Interessierte Bürger, die Presse und nicht zuletzt unsere Gäste aus der Politik finden sich dazu um 14:00 Uhr auf dem Hattsteiner Hof ein. Von hier aus fahren wir zu den markantesten Punkten der geplanten Trasse. Davor werden in einer kurzen Präsentation die Ziele der IG sowie wichtige Fakten über die geplante Trasse bekannt geben.

IZEDUL wird in den nächsten Wochen mit Handzetteln, Pressemitteilungen und Anzeigen  auf die Begehung aufmerksam machen. Auch in unserem Forum erfahren Sie rechtzeitig Näheres zur Veranstaltung.

Wunschdenken und Ignoranz

Kürzlich konnte man in einem Artikel zum Thema Nord-Ost-Umgehung ein Zitat des FWG-Fraktionsvorsitzenden Konieczny lesen: „Ich streite mich nicht um die Frage, um exakt wie viel Prozent Usingen vom Verkehr entlastet wird. Wichtig ist, dass ein Großteil des Verkehrs aus der Stadt genommen wird.“
Es ist Wunschdenken, wenn Herr Konieczny glaubt, die Nord-Ost-Umgehung würde einen Großteil des Verkehrs aus Usingen nehmen. Der größte Anteil ist immer noch der Ziel- Und Quellverkehr und das besonders nach der Eröffnung des Einkaufszentrums am Neuen Marktplatz. Auch Schulen, wie die CWS mit rund 1200 Schülern und Lehrern und die (verbliebenen) Geschäfte leisten ihren Beitrag zum Innenstadtverkehr. Nachdem in der neuen Planung die Frankfurter Straße offen bleibt, wird auch der Verkehr über diese Straße nicht auf die Umgehung verlagert werden können.
Es ist Ignoranz, wenn Herr Konieczny sich nicht mit Andersdenkenden streiten will und um den besten Kompromiss bemüht.
Ist es nicht auch Ignoranz wenn Usinger Politiker seit mehr als 30 Jahren auf die Ringstraße um Usingen bestehen, obwohl HessenMobil als Planungsbehörde diese Variante der Nord-Ost-Umgehung als die für die Umwelt schädlichste Möglichkeit der Verkehrsentlastung Usingens klassifiziert?
Es ist Zeit zum Umdenken. Die verbliebenen Flächen der Usinger Landschaft dürfen nicht für eine umstrittene Trasse versiegelt werden. Und wo haben Usinger Politiker einen „Plan B“? Hat man schon einmal darüber nachgedacht was zu tun ist, wenn die Nord-Ost-Umgehung nicht zu verwirklichen ist?

Probebohrungen entlang der Trasse

Holzpflöcke markieren die Probebohrungen

Auf dem Gebiet der geplanten Trasse der Nord-Ost-Umgehung rund um Usingen findet der Naturfreund hin und wieder einen Holzpflock, dessen Bedeutung sich nicht gleich erschließt. Der Holzpflock markiert die Stelle, an der im Auftrag von HessenMobil eine Probebohrung durchgeführt wurde. Die Hessische Landgesellschaft mbH koordiniert die Bohrungen und beauftragt weitere Firmen zur Durchführung. Insgesamt 97 Probebohrungen sind auf der Trasse geplant. Die Bohrfirmen sind allerdings in ganz Hessen aktiv und so bestätigte auch ein Sprecher der Hessischen Landgesellschaft, dass es eine Weile dauern wird, bis die Bohrungen abgeschlossen sind. Der Erholungssuchende, der in der schönen Usinger Landschaft einen Pflock findet, kann sich schon einmal ein Bild davon machen, wie es wohl aussieht, wenn an dieser Stelle der Verkehr rollt.

Biodiversität? – Nicht in Usingen?

Da erfahren wir aus den Medien von dem schwindenden Bestand der Wildbienen und anderer Insekten, die allesamt in den Wechselbeziehungen der Natur eine große Rolle spielen. Sei es als Nahrung für die Vögel, sei es als Bestäuber der Wild- und Nutzpflanzen. In China versuchen die Bauern schon die fehlenden, kleinen fleißigen Helfer zu ersetzen und mit Pinseln die Blüten der Obstbäume zu bestäuben.
Und in Usingen? Da schlagen die Grünen in den Ausschüssen vor, die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ zu unterzeichnen und dem gleichnamigen Bündnis beizutreten und es damit anderen Gemeinden gleichzutun. Doch daraus wird nichts.
Alexander Jackson (CDU) äußert dazu, im Hinblick auf die geplante Nord-Ost-Umgehung könne man dem Bündnis nicht beitreten. Der Bau der Umgehung bedeute einen großen Einschnitt in die Landschaft und stehe damit dem Beitritt zum Bündnis für Diversität entgegen.
Mit seiner Einschätzung der Landschaftszerstörung durch die Nord-Ost-Umgehung hat er völlig recht. Aber glaubt er, dass die Aufrechterhaltung der Biodiversität keiner Anstrengung bedarf, weil die Zerstörung des Umlandes sowieso geplant sei? Dieses Bekenntnis hat fatalistische Züge und findet sich mit der rasant fortschreitenden Umweltzerstörung ab. Sind Herr Jackson und seine Parteifreunde nicht an der Erhaltung ihrer und unserer Lebensgrundlage interessiert?

Wernard sieht die Nord-Ost-Umgehung durch die Brandholztrasse gefährdet

Das Thema „Ausbau der Brandholztrasse“ ist für BM Wernard ein rotes Tuch

Die kommunale Zusammenarbeit zwischen Usingen und Neu-Anspach ist für den Ausbau der Brandholztrasse unabdingbar. Dagegen wehrt sich der Usinger Bürgermeister Wernard vehement und lehnt nach „Kurfürstenart“ jede Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Neu-Anspach ab. Er äußerte u.a. auf einer Sitzung des Usinger Bauausschusses: „Neu-Anspach braucht gar nicht erst anzurufen“ und weiter: „…weil ich mich mit Neu-Anspach nicht zusammensetze“ und zu guter Letzt: „….dies (Ausbau der Brandholztrasse) würde auch die Nord-Ost-Umgehung gefährden.“  Recht hat er. Der Ausbau der Brandholztrasse würde eine Entlastung der Usinger Innenstadt bringen und damit die Nord-Ost-Umgehung weiter in Frage stellen. Auch Neu-Anspach ist daran interessiert um die Anwohner Hausen-Arnsbachs vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Siehe auch unseren Pressespiegel zu diesem Thema.

IZEDUL-Jahreshauptversammlung 2017

IZEDUL wählt neuen Vorstand

Am 5. Mai 2017 trafen sich die Mitglieder der IZEDUL, um nach zwei Jahren  den Vorstand wieder neu zu wählen. Nach den Berichten des Vorstandes und des Kassenwartes und der Entlastung des bisherigen Vorstandes wurde der neue Vorstand wie folgt gewählt:

Erster Vorsitzender: Fritz Petri, Zweiter Vorsitzender: Norbert Gerhardt, Kassenwartin: Karin Loeck, Schriftführerin: Hilke Benkhofer, Beisitzer(in): Alfons Benkhofer, Doris Warlich und Oliver Loeck.

Treffen auf der Brandholztrasse

Kann die Brandholztrasse für den Durchgangsverkehr ausgebaut werden?

Am 21.04. trafen sich Politiker und interessierte Bürger aus Neu-Anspach und Hausen-Arnsbach auf der Brandholztrasse zu einem informativen Gespräch. Darunter waren auch der neue Bürgermeister Pauli, Vertreter der B-Now, Magistratsmitglieder, Ernst Bach als Initiator des Treffens und Mitglieder der IZEDUL Obwohl das Thema der Öffnung der Brandholztrasse auch Usingen tangiert, waren keine Usinger Politiker anwesend. Man war sich einig, dass die Brandholztrasse den momentanen Durchgangsverkehr in Hausen-Arnsbach erheblich reduzieren könnte. IZEDUL ist ebenfalls wegen der möglichen Entlastung vom Usinger Durchgansverkehr interessiert. Allerdings setzt dies eine projektbezogene Zusammenarbeit der beiden Kommunen voraus, was von Neu-Anspach befürwortet wird, von Usinger Verantwortlichen aber immer wieder abgelehnt wurde. Siehe auch den Presseartikel „Ruf nach Brandholz-Spange“.

Bürgerversammlung zum Verkehrsgutachten

Kritische Fragen wurden nicht gestellt.

Die Herren Wernard und Liese waren sichtlich erleichtert als die Bürgerversammlung am 20.04. ohne kritische Fragen und sehr harmonisch ablief.

Professor Rüdiger Storost, der bereits zweimal mit der Planung der Nord-Ost-Umgehung befasst und bei deren Durchsetzung nicht erfolgreich war, bekam einen neuen Auftrag der Stadt für ein Verkehrsgutachten. Er sollte herausfinden, welche Maßnahmen die Innenstadt vom Ziel- Und Quellverkehr, der maßgeblich durch den Bau des Einkaufszentrum am Neuen Markt entsteht, entlasten können. Nachdem er gleich am Anfang betont hatte, dass die NOU unbedingt notwendig sei, zeigte er Lösungsvorschläge für die Innenstadt, die allesamt nicht zu verwirklichen sind, sei es aus finanziellen oder eigentumsrechtlichen Gründen (Siehe die Artikel in unseren Pressespiegel).

Da bleiben immer noch Fragen offen:

  1. Warum wurde das Einkaufszentrum gebaut bevor ein teures Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben wurde?
  2. Warum beauftragt die Stadt einen Gutachter, der schon zweimal mit der Planung der NOU befasst und damit voreingenommen ist und dessen einführenden Worte ein Plädoyer für die NOU waren?
  3. Was war die Zielsetzung der Stadt für das Gutachten und warum musste es vom Verfasser noch einmal überarbeitet werden nachdem man mit der „Februarversion“ nicht zufrieden war?
  4. Wäre es nicht sinnvoller gewesen einen neutralen Gutachter zu beauftragen, der Usingens Verkehrsgeschichte nicht kennt, eine von HessenMobil unabhängige Verkehrszählung vornimmt und unparteiisch auch überregionale Verkehrsentwicklungen berücksichtigt?

Wieder einmal drängt sich der Gedanke auf, dass man, nachdem man in Usingen ein Verkehrschaos provoziert hat, mit Hilfe eines Gutachtens die NOU rechtfertigen will.