Treffen auf der Brandholztrasse

Kann die Brandholztrasse für den Durchgangsverkehr ausgebaut werden?

Am 21.04. trafen sich Politiker und interessierte Bürger aus Neu-Anspach und Hausen-Arnsbach auf der Brandholztrasse zu einem informativen Gespräch. Darunter waren auch der neue Bürgermeister Pauli, Vertreter der B-Now, Magistratsmitglieder, Ernst Bach als Initiator des Treffens und Mitglieder der IZEDUL Obwohl das Thema der Öffnung der Brandholztrasse auch Usingen tangiert, waren keine Usinger Politiker anwesend. Man war sich einig, dass die Brandholztrasse den momentanen Durchgangsverkehr in Hausen-Arnsbach erheblich reduzieren könnte. IZEDUL ist ebenfalls wegen der möglichen Entlastung vom Usinger Durchgansverkehr interessiert. Allerdings setzt dies eine projektbezogene Zusammenarbeit der beiden Kommunen voraus, was von Neu-Anspach befürwortet wird, von Usinger Verantwortlichen aber immer wieder abgelehnt wurde.

Bürgerversammlung zum Verkehrsgutachten

Kritische Fragen wurden nicht gestellt.

Die Herren Wernard und Liese waren sichtlich erleichtert als die Bürgerversammlung am 20.04. ohne kritische Fragen und sehr harmonisch ablief.

Professor Rüdiger Storost, der bereits zweimal mit der Planung der Nord-Ost-Umgehung befasst und bei deren Durchsetzung nicht erfolgreich war, bekam einen neuen Auftrag der Stadt für ein Verkehrsgutachten. Er sollte herausfinden, welche Maßnahmen die Innenstadt vom Ziel- Und Quellverkehr, der maßgeblich durch den Bau des Einkaufszentrum am Neuen Markt entsteht, entlasten können. Nachdem er gleich am Anfang betont hatte, dass die NOU unbedingt notwendig sei, zeigte er Lösungsvorschläge für die Innenstadt, die allesamt nicht zu verwirklichen sind, sei es aus finanziellen oder eigentumsrechtlichen Gründen (Siehe die Artikel in unseren Pressespiegel).

Da bleiben immer noch Fragen offen:

  1. Warum wurde das Einkaufszentrum gebaut bevor ein teures Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben wurde?
  2. Warum beauftragt die Stadt einen Gutachter, der schon zweimal mit der Planung der NOU befasst und damit voreingenommen ist und dessen einführenden Worte ein Plädoyer für die NOU waren?
  3. Was war die Zielsetzung der Stadt für das Gutachten und warum musste es vom Verfasser noch einmal überarbeitet werden nachdem man mit der „Februarversion“ nicht zufrieden war?
  4. Wäre es nicht sinnvoller gewesen einen neutralen Gutachter zu beauftragen, der Usingens Verkehrsgeschichte nicht kennt, eine von HessenMobil unabhängige Verkehrszählung vornimmt und unparteiisch auch überregionale Verkehrsentwicklungen berücksichtigt?

Wieder einmal drängt sich der Gedanke auf, dass man, nachdem man in Usingen ein Verkehrschaos provoziert hat, mit Hilfe eines Gutachtens die NOU rechtfertigen will.

Vandalismus in Usingen

Am Wernborner Weg

Am Eschbacher Weg

Schon die zweite Infotafel der IZEDUL wurde mutwillig zerstört.

Immer mehr scheint verbale und auch Gewalt an Sachen eine sachliche Diskussion zu verdrängen. Nun auch in Usingen. IZEDUL hat entlang der geplanten Trasse der Nord-Ost-Umgehung Schilder zur Information der Bürger aufgestellt. Darauf steht auch die Adresse der Interessengemeinschaft, die zur Diskussion, sei es im kleinen Kreis oder auch in der Öffentlichkeit, einlädt.

Nun hat ein Vandale schon das zweite Panel „platt“ gemacht, eines am Eschbacher Weg und das zweite am Wernborner Weg. Was sind das für Wutbürger, die mit roher Gewalt reagieren, wenn ihnen etwas nicht passt? Auf alle Fälle sind es keine Umweltfreunde, denn die Bruchstücke haben sie einfach hinter eine Vogelschutzhecke geworfen.

Siehe auch unseren Presseartikel

Fachmarktzentrum ohne Verkehrskonzept

Das absichtlich herbeigeführte Verkehrschaos in Usingen rückt näher.

Im März 2015 äußerte sich ein Usinger CDU-Politiker mit den Worten: „Usingen muss wissentlich ins Verkehrschaos gestürzt werden um den Bau der Nord-Ost-Umgehung zu beschleunigen.“ Siehe unseren Beitrag hierzu.

Bald ist es soweit. Schon heute ist die Usinger Innenstadt rund um die Bahnhofstraße verstopft. Der Busverkehr, dem der Busbahnhof genommen wurde, der Bauverkehr am Fachmarktzentrum und der Quell- und Zielverkehr zum Riedborn überfordern das Straßennetz. Was aber, wenn erst die täglich zu erwartenden 4500 PKW-Bewegungen des Kunden- und Lieferverkehrs zum Fachmarktzentrum hinzu kommen? Siehe Artikel in der TZ.

Das Absurde ist aber, dass die von den Usinger Politikern erwartete Entlastung durch die in weiter Ferne liegende Nord-Ost-Umgehung wenig zur Beruhigung des oben genannten Bereiches beitragen kann. Der 30%ige Durchgangsverkehr wird zwar umgeleitet werden, dafür kommen auswärtige Kunden auf dem Weg zum Fachmarktzentrum zusätzlich in die Innenstadt.

Die IZEDUL hat schon frühzeitig vor dieser Situation gewarnt. Als es aber zu einer Anhörung der Öffentlichkeit zu den Fachmarktplänen kam, waren die Verträge längst unterschrieben – Zufall oder Absicht?

Rhein-Main-Verkehrsverbund will S-Bahn bis Usingen ausbauen und elektrifizieren

Im Auftrag des RMV hat die INTERPLAN Consult GmbH die erwartete Entlastung vom motorisierten Individualverkehr im Hintertaunus prognostiziert.

»Die verkehrlichen Wirkungen der geänderten Bedienungsangebote ÖPNV im Mit-Fall (Bahnverlängerung bis Usingen) gegenüber dem Ohne-Fall wurden nach dem Verfahren der Standardisierten Bewertung (Version 2006) ermittelt. Demnach steigt die Verkehrsnachfrage im ÖPNV um 3000 Personenfahrten/Werktag an, von denen 90 % auf Verkehrsverlagerungen vom MIV (motorisierter Individualverkehr) auf den ÖPNV entfallen …
Aufgrund der Verkehrsverlagerungen vom MIV zum ÖPNV wird das Straßennetz im Mit-Fall um knapp 70.000 Pkw – Kilometer/Werktag entlastet. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr ergeben sich eingesparte PKW-Betriebsleistungen von mehr als 20.000.000 PKW-Kilometer. Der innerorts-Anteil dieser eingesparten PKW-Betriebsleistung wurde auf 25 % abgeschätzt.«

Wernard hofft auf Baubeginn der Nord-Ost-Umgehung in fünf bis sechs Jahren

Anlässlich des Neujahrempfangs hat sich BM Wernard wieder einmal zum Baubeginn der NOU geäußert. Lesen Sie dazu den Artikel im Usinger Anzeiger vom 19.01.17. Beim Empfang erntete der Bürgermeister für seine Aussage Gelächter. Nicht dass die Zuhörer bösartige Zeitgenossen wären, nein, zu oft wurden Termine genannt, die jeder Realität fern waren. So äußerte der sich der BM im Jahre 2014/2015:

25.01.2014: „Ich hoffe, dass die Nord-Ost-Umgehung nach der nun anstehenden zweiten Offenlegung der Planung und dem anschließenden Erörterungsverfahren, nach dem Planfeststellungsbeschluss und Abschluss der rund zwei Jahre dauernden Bauarbeiten 2019 oder 2020 eröffnet werden kann“.

14.03.2014: „Ich hoffe, dass im nächsten Jahr der Planfeststellungsbeschluss erteilt wird – dafür gebe ich alles.“

01.07.2015: „Derzeit wird das Straßenprojekt im Bundesverkehrsministerium geprüft und ich rechne für das dritte Quartal 2015 mit dem Beginn der zweiten Offenlegung.“

BM Wernard hofft, dass es keine Einsprüche und Klagen gegen die neue Planung geben wird, da ja der Bürgerwille berücksichtigt sei. Dies ist nicht richtig. Die neue Planung beruht lediglich auf den Vorschlägen des inzwischen verstorbenen Herrn Behn und ist keineswegs umweltfreundlicher als die alte Variante. Im Gegenteil, die Frankfurter Straße wird nicht geschlossen und die Anbindung im Wehrheimer Wald wird viel Wald verschlingen. Hohe Wände und Zäune sollen an drei Stellen der Trasse die querenden Fledermäuse schützen. Das Planungsbüro Koch hat alle umweltschädlichen Planungsdetails aufgelistet und damit den Umfang der Umweltzerstörung dokumentiert. Interessierte Bürger können Details gerne bei IZEDUL einsehen – schreiben Sie an info@nullizedul.de.

IZEDUL stellt neue Tafeln auf

Neue Schilder weisen auf die geplante Umweltzerstörung durch die Trasse der Nord-Ost-Umgehung hin

Entlang der Trasse der geplanten Nord-Ost-Umgehung haben Mitglieder der IZEDUL insgesamt 6 neue Hinweistafeln aufgestellt. Die Tafeln weisen mit einem kurzen Satz auf die geplante Umweltzerstörung hin. Mehr Informationen kann der Betrachter über die Internetadresse izedul.de erhalten. Für Smartphone-Nutzer ist die Internetadresse der IZEDUL als QR-Code dargestellt. Mit dem Handi und der passenden App kann sich der Betrachter vor Ort direkt auf die Internetseite der IZEDUL einwählen und so mehr Details erfahren.

Die Schilder befinden sich am Ende des Schlappmühler Pfades, auf dem Wernborner Weg, an der Hattsteiner Allee und am Radweg im Wehrheimer Wald. Die Tafel auf dem Eschbacher Weg wurde von Vandalen gleich am Folgetag nach der Aufstellung zerstört. IZEDUL wäre es lieber, wenn sich diese Leute zu einer sachlichen Debatte bereit fänden, statt blinde Wut walten zu lassen.

BM Hoffmann würde nachts gerne die Brandholzspange schließen

Die Diskussion um die Brandholzspange nimmt Form an

Bereits seit 1984 fordert IZEDUL die Öffnung und den Ausbau der Brandholzspange zur Entlastung Usingens und Hausen-Arnsbachs vom Durchgangsverkehr. Schon jetzt nutzen viele Autofahrer diese Trasse – verbotenerweise, denn die Zeit sparende Strecke ist für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Die Politikermeinungen sind gespalten. Während Holger Bellino (CDU) sich die Öffnung vorstellen kann, lehnt der Stadtverordnetenvorsteher Liese (CDU) den Ausbau strikt ab. Sein Hauptargument: Dann kann man die Nord-Ost-Umgehung vergessen. Was ist das aber für eine Begründung, wenn man durch den preiswerten Ausbau einer bestehenden Straße mindestens 37Mio € für die Nord-Ost-Umgehung sparen und damit eine immense Zerstörung der Usinger Landschaft verhindern kann?2016-11-23-brandholztrasse

Jetzt hat der Neu-Anspacher Bürgermeister Hoffmann (CDU) gar die nächtliche Sperrung der Brandholzspange wegen „illegaler Nutzung“ gefordert (siehe Artikel im Usinger Anzeiger). Hiermit nimmt er Rücksicht auf seine Usinger Parteikollegen, die mit Gerhard Liese die Nord-Ost-Umgehung unbedingt verwirklichen wollen und vor deren Bau jede Entlastung der Usinger Innenstadt zu verhindern suchen. Siehe dazu unseren Beitrag „So denken Usinger Politiker wirklich“.

JA zum Ausbau der Brandholzspange

Ein Bürger schreibt zum Thema Brandholzspange:

Letzten Samstag waren wir bei einer Treibjagd von der Jägerschaft Westerfeld. Es erfolgte auch ein Treiben in der Nähe der Deponie Brandholz. Um in das entsprechende RevBrandholztrasseier zu kommen sind wir mit mehreren Fahrzeugen von der K723 die Brandholzspange hoch gefahren. Durch die Verengungen ist es immer wieder zu unliebsamen Staus und Verzögerungen gekommen. Ich musste feststellen, die Straße wird von zahlreichen Fahrzeugen als Abkürzung genutzt. Ob das jetzt legitim ist, lasse ich mal dahin gestellt. Nur mir als Laien drängen sich hier generelle Fragen auf:

  1. Hier scheint für viele Anwohner und Durchreisende ein echter Bedarf zu bestehen.
  2. Optimal wäre eine Anbindung an die B275 mit einem Kreisel.
  3. Dies ergäbe eine problemlose Anbindung an Wilhelmsdorf und …
  4. Verkehrsentlastung für Hausen-Arnsbach.
  5. Schnelle Anbindung an die Heisterbachstraße.
  6. Warum sind einige Politiker gegen den Ausbau der Brandholzspange?
  7. Will man partout eine Riesensumme Steuergelder für eine Nord-Ost-Umgehung ausgeben?
  8. Hier erscheint mir eine ökologische und ökonomische Alternative für die Nord-Ost-Umgehung zu sein (Dann auch mit einer Anbindung nach Grävenwiesbach).

AKB