Heisterbachstraße macht Fortschritte

Mit dem Bau des Abschnittes IV der Heisterbachstraße geht es gut voran.

Siehe auch Heisterbachstraße – Die Bauarbeiten liegen voll im Plan

IZEDUL freut sich über die baldige Fertigstellung der Heisterbachstraße, die zusammen mit dem westlichen Teil der Nord-Ost-Umgehung bereits eine spürbare Entlastung vom Durchgangsverkehrs in der Usinger Innenstadt bringen könnte.

Leider beharren unsere Stadtväter auf dem kompletten Bau der N-O-Umgehung. Das wird aber wegen der bundesweit ausgegebenen Priorität „Instandhaltung vor Neubau“ in sehr weiter Ferne liegen.

Usingen, quo vadis?

Unter dem Titel „Todesstoß“ schreibt Dr. Peter Heintz in einem Leserbrief:

1579 Unterschriften gegen den „Neuen Marktplatz“. Trotzdem: jetzt habe die Politik das Wort. So Ihre Antwort, verehrter, lieber Herr Bürgermeister Wernard. Zählen die Unterschriften nichts, fallen sie nicht ins Gewicht? Was heißt hier die letzte Chance für Usingen? Den „Neuen Marktplatz“ zu gestalten und dann zu bauen, bedeutet den Todesstoß für Usingens Innenstadt. Das prophezeit Ihnen fast jeder.
Warum schweigen Sie, was Gutachten und Prognosen betreffen, die Herr F. Mertens vorgelegt hat? Warum fragen Sie nicht Ihren Kollegen in Neu-Ulm, wie die Geschäftspraxis bei Procom ist? Wer trägt eigentlich die Verantwortung, wenn dann doch das Projekt „Neuer Marktplatz“ in die Hosen geht? Sie? Oder Herr Stadtverordnetenvorsteher G. Liese?
Fragen über Fragen? Aber vergessen Sie nicht, verehrte Politiker, die Sie ja jetzt das letzte Wort haben: Irgendwann gibt es Wahlen! Und noch eines zum Schluss: Aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren, dass mit dem Baubeginn der „Nordumgehung“ nicht vor 2030 zu rechnen ist.
Oh, Usingen, quo vadis?

Diesen Beitrag haben wir mit der freundlichen Genehmigung von Herrn Dr. Heintz veröffentlicht.

Abraum in der Landschaft

Ohne Genehmigung kippt die Stadt Usingen Abraum vom Schulzentrum in die Landschaft

DSC02225Viele Usinger Bürger wunderten sich in den letzten Wochen über die Arbeit schwerer Baufahrzeuge in den umliegenden Gemarkungen. Ehemalige Wiesenwege mit den angrenzenden Randstreifen zu den Agrarflächen wurden mit Schotter zugeschüttet. Wie wir erfahren haben, handelt es sich bei dem Schüttmaterial um den Erd- und Felsaushub aus der Baugrube des neuen Usinger Schulzentrums. Lesen Sie mehr darüber: Abraum in den Gemarkungen und Der ganz große Umweltfrevel.

1579 Stimmen gegen den Fachmarkt

Riesenerfolg für die „Interessengemeinschaft gegen den Fachmarkt“

Die Interessengemeinschaft, allen voran Brigitte Klein übergab Bürgermeister Steffen Wernard rund 1500 Unterschriften. Bild: Taunus Zeitung

Donnerwetter, da legt eine kleine Gruppe von engagierten Bürgern ohne vorherige große Medienkampagne Unterschriftenlisten aus und 1579 Bürger unterschreiben. Dabei wussten viele Bürger nichts von der Gelegenheit, sich gegen die geplante Bebauung des Neuen Marktes zu wenden. Andere kamen aus zeitlichen Gründen nicht dazu. Umso höher ist der Erfolg der Interessengemeinschaft zu werten.

Und was macht unser Bürgermeister? Grinsend blickt er bei der Übergabe in die Kamera und erklärt, alles sei gut. Verkehrsgutachter würden Ende des Jahres die Lage analysieren (nach Baubeginn des Zentrums), die Nord-Ostumgehung käme bald (obwohl die bei Ziel- Und Quellverkehr auch nicht hilft und in naher Zukunft nicht zu erwarten ist) und ein „kleiner und knackiger“ Hessentag würde die Entwicklung der Stadt fördern.

Siehe auch 1579 Unterschriften gegen den Neuen Markt und Interessengemeinschaft Nein zum Fachmarktzentrum – Bürger begehren auf.

„Allheilmittel“ Hessentag

Bürgermeister Steffen Wernard träumt vom Hessentag und der Nord-Ost-Umgehung als Allheilmittel für alle anstehenden Probleme des Usinger Einzelhandels.

Lesen Sie dazu den folgenden Artikel aus der Frankfurter Rundschau:

Hessentag soll dem sterbenden Einzelhandel helfen.

Dabei braucht Herr Wernard nur einmal nach Weilburg zu fahren. Auch dort wurde eine Umgehungsstraße gebaut. Der Hessentag hinterließ jedoch ein Defizit von 2 Millionen Euro im Stadtsäckel. Am 15.Mai 2011 schrieb die Taunuszeitung darüber unter dem viel sagenden Titel „Die Sause und der Schulden-Kater“. Zuvor haben Alsfeld im Jahre 2010 und Vellmar 2011 den Auftrag zur Ausrichtung des Hessentages wegen der zu erwartenden Verschuldung der Kommune an das Land zurück gegeben.

Übrigens – dem Einzelhandel im Weilburger Stadtzentrum hat der Hessentag langfristig nichts gebracht.

Heißes Thema Fachmarktzentrum

Das geplante Fachmarktzentrum am Neuen Marktplatz ist in der Bevölkerung zum Aufreger Nr.1 geworden.

Es geht hoch her in den Diskussionen um das geplante Fachmarktzentrum. So sind in der lokalen Presse fast täglich Berichte zu diesem Thema zu lesen.

In unserem Pressespiegel finden Sie die unter dem Thema „Fachmarktzentrum“ gekennzeichneten Artikel aus der lokalen Presse.

IZEDUL meldet in verkehrstechnischer Hinsicht große Bedenken an. Das Fachmarktzentrum kann nur wirtschaftlich betrieben werden, wenn es von genügend Kunden erreicht wird. Die dazu notwendigen 4500 zusätzlichen Verkehrsbewegungen führen in Usingen zum Chaos. Dies ergibt einen unlösbaren Widerspruch:

Verkehrschaos — oder das Fachmarktzentrum ist unrentabel.

Lärmgutachten zum Fachmarktzentrum

Die Planer des Fachmarktzentrums glauben die erhöhte Lärmbelastung mit Hilfe der Nord-Ost-Umgehung zu mildern. Aber deren Verwirklichung steht in den Sternen.

Nach dem Bau des Fachmarktzentrums wird die Innenstadt mit zusätzlichen 4500 Fahrzeugbewegungen täglich erheblich belastet. Die von der Procom Invest beauftragte FIRU mbH hofft die erhöhte Lärmbelastung in der Innenstadt durch den Bau der Nord-Ost-Umfahrung zu kompensieren. Das heißt, die geplante Belastung wird mit der Hoffnung auf eine Umgehungsstraße, deren Bau ungewiss ist und in weiter Ferne liegt, verrechnet. Lesen Sie dazu im Gutachten:

Die prognostizierten wesentlichen Erhöhungen der Verkehrslärmbeurteilungspegel an den oben genannten Straßenabschnitten werden durch die zu erwartenden planbedingten Erhöhungen der Verkehrsmengen um bis zu 1.100 Kfz/24h(Kreuzgasse) verursacht. Wenn die geplante Umgehungsstraße Nord umgesetzt wird, ist auf allen oben genannten Straßenabschnitten mit Reduzierungen der Verkehrsmengen um deutlich mehr als 3.000 Kfz/24h zu rechnen.

Siehe auch unseren Beitrag „So denken Usinger Politiker wirklich“

Noch bis zum 7.Mai können Bürger ihre Stellungnahme gegen das Fachmarktzentrum abgeben. Siehe FIRU mbH – Bebauungsplan “Neuer Marktplatz”.

Fachmärkte am Neuen Markt bringen 4500 Fahrzeuge zusätzlichen Verkehr

P:FRA-NUMPROJEKTEWETTBEWERBE800_4008_FMZ UsingenArchitektu

Quelle: Procom Invest GmbH & Co.KG

2015-03-04 Fachmarktzentrum

Quelle: Usinger Anzeiger

In der Bürgerversammlung am 4.3.2015 wurde die Planung des Fachmarktzentrums der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei stellte sich heraus, dass das weit fortgeschrittene Projekt keine Änderungswünsche aus der Bevölkerung mehr zulässt (Siehe Link zur Procom Invest). Vielmehr erschienen die Fragen des Auditoriums den Herren Wernard und Liese lästig und unangenehm. Lesen Sie dazu bitte die  Artikel im Usinger Anzeiger. Die Verkehrsstudie, die im Auftrag der Procom Invest GmbH & Co. KG durchgeführt wurde, spricht von ca. 4500 zusätzlichen Verkehrsbewegungen, die den Innenstadtverkehr zum Infarkt führen werden. Auf besorgte Anfragen der Bevölkerung zu dieser Studie, verwies Bürgermeister Wernard auf die Entlastung durch die geplante Nord-Ost-Umgehung. Da es sich aber bei den zusätzlichen Verkehrsbewegungen ausschließlich um Ziel- und Quellverkehr handelt, wird die geplante Nord-Ost-Umgehung  diesen nicht verringern.

Verkürztes Verfahren für die
Nord-Ost-Umgehung ?

Es wird keine beschleunigte Abwicklung des Planfeststellungsverfahrens geben !

Der Ablauf des Verfahrens ist wie folgt:

  • Zur Zeit befindet sich die neue Variante der NOU noch in Planung durch HessenMobil.
  • Nach Abschluss der Planung werden die Planungsunterlagen an die Abt. Straßenbau des Verkehrsministeriums in Bonn zur Genehmigung gegeben. Die Genehmigung oder auch Ablehnung erfolgt nach zeitaufwendiger Prüfung.
  • Danach erfolgt die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens durch Einreichen der Planungsunterlagen an die Anhörungsbehörde.
  • Im Anhörungsverfahren können betroffene Bürger und Institutionen innerhalb einer Frist Einwendungen einreichen.
  • Zum Erörterungstermin, der nach der Bearbeitung der Einwendungen stattfindet, können auch die Einwender Stellung nehmen.
  • Danach kann der Planfeststellungsbeschluss ergehen, sofern alle gesetzlichen Vorgaben bei der Planung berücksichtigt wurden.
  • Wann und ob die Straße gebaut wird, hängt vom politischen Willen und der Verfügbarkeit finanzieller Mittel ab. Dabei gilt der von den Wirtschaftsministerien in Land und Bund ausgegebene Grundsatz: Instandhaltung bestehender Infrastruktur vor Neubau.

Immer wieder hört man, das kommende Planfeststellungsverfahren würde nach dem Gesetz zur Beschleunigung von Planungsverfahren im Infrastrukturbereich (InfraStrPlanVBeschlG) verkürzt werden. Nach diesem Gesetz kann z.B. auf den Erörterungstermin verzichtet werden. Wir haben dazu unseren Gutachter Herrn Hahn von der RegioConsult befragt, der ein verkürztes Verfahren im Falle der NOU ausschließt. Die neue Planung beinhaltet zu umfangreiche Änderungen und es entstehen damit völlig neue Betroffenheiten, die erörtert werden müssen.

Interessengemeinschaft Reloaded

Die neue Webseite der IZEDUL ist online.

Die bisherige Öffentlichkeitsarbeit über 2015-03 IZEDUL WebSeitePressemitteilungen, Leserbriefe und Infotafeln war oft nicht besonders aktuell und meist auch nur Kommunikation in einer Richtung. Das ändert sich nun: In diesem Forum kann jeder mitwirken, der zum Thema Straßenbau, Stadtentwicklung und Landschaftsschutz etwas zu sagen hat. Auf diese Weise können die Usinger Bürger schnell und umfassend zu einem Meinungsbild kommen.
Um direkt in die Diskussion einzusteigen, wählen Sie einen Beitrag Ihres Interesses. Wenn Sie die Aussagen unterstützen, ergänzen oder kritisieren wollen, teilen Sie es in einem Kommentar mit! Mehr direkte Demokratie und Mitsprache wird Usingen bestimmt gut tun.