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Biodiversität? – Nicht in Usingen?

Da erfahren wir aus den Medien von dem schwindenden Bestand der Wildbienen und anderer Insekten, die allesamt in den Wechselbeziehungen der Natur eine große Rolle spielen. Sei es als Nahrung für die Vögel, sei es als Bestäuber der Wild- und Nutzpflanzen. In China versuchen die Bauern schon die fehlenden, kleinen fleißigen Helfer zu ersetzen und mit Pinseln die Blüten der Obstbäume zu bestäuben.
Und in Usingen? Da schlagen die Grünen in den Ausschüssen vor, die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ zu unterzeichnen und dem gleichnamigen Bündnis beizutreten und es damit anderen Gemeinden gleichzutun. Doch daraus wird nichts.
Alexander Jackson (CDU) äußert dazu, im Hinblick auf die geplante Nord-Ost-Umgehung könne man dem Bündnis nicht beitreten. Der Bau der Umgehung bedeute einen großen Einschnitt in die Landschaft und stehe damit dem Beitritt zum Bündnis für Diversität entgegen.
Mit seiner Einschätzung der Landschaftszerstörung durch die Nord-Ost-Umgehung hat er völlig recht. Aber glaubt er, dass die Aufrechterhaltung der Biodiversität keiner Anstrengung bedarf, weil die Zerstörung des Umlandes sowieso geplant sei? Dieses Bekenntnis hat fatalistische Züge und findet sich mit der rasant fortschreitenden Umweltzerstörung ab. Sind Herr Jackson und seine Parteifreunde nicht an der Erhaltung ihrer und unserer Lebensgrundlage interessiert?

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